Montag, 11. Juli 2016

Wohnen für Grufties

Trotz des strahlenden Sonnenscheins ist unser Keller derzeit eher was für Grufties, Vampire und sonstige lichtscheue Gestalten. Grund dafür ist unser neuer schwarzer Teppichboden, den wir flächendeckend in Eingangsbereich, Bar, Keller und Technikraum verlegt haben. Wir dachten, wir probieren mal was Neues aus. Was meint ihr dazu?



Kaum war der neue Boden verlegt, rückten aber auch schon wieder die Installateure an. Als ich die Menge an Rohren, Isoliermaterial, Verbindungsstücken, Schläuchen etc. gesehen habe, die sich in unserer Einfahrt türmte, bin ich kurzzeitig davon ausgegangen, dass sie sich in der Adresse geirrt hatten und eigentlich das Material für die Installation des neuen Blum-Werkes im Bobletten angeliefert hatten. Unglaublicherweise wurde mir aber versichert, dass das alles in unser kleines, bescheidenes Häuschen eingebaut werden muss. Da der Berg stetig kleiner wird, fange ich auch an, ihnen zu glauben.

Weil wir aber auf Dauer bei dem vielen Schwarz ganz depressiv wurden, und außerdem nun auch im Keller akute Stolpergefahr herrscht, sind wir kurz nach draußen umgezogen und haben das Dach unseres Holzlagerplatzes angefangen. Dort sind wir nun zwar noch nicht fertig, aber zumindest ist der Platz überdacht und wasserdicht. Das war auch dringend notwendig, denn mittlerweile rollte die erste wirkliche Hitzewelle dieses Sommers an und wir beschlossen - an die Tradition von letztem Jahr anknüpfend - einen Tag mit 40°C im Schatten wo zu verbringen? Natürlich im Sonnenschein, Bretter und Balken von einem Ort zum nächsten (diesmal: aus der Garage auf die Terrasse und von dort nach hinten zum neuen Holzplatz) zu schleppen. Was kann es Schöneres geben! Mineralwasserhersteller wollen ja schließlich auch leben.

Nachdem das schönste Badewetter vorbei war, und die Temperaturen wieder erträglich wurden, hatten wir die nächste gute Idee: zumindest kurzzeitig wollten wir das Gefühl erleben, dass das Haus langsam fertig wird. Also zumindest ein Teil des Hauses. Ein ganz winzigkleiner nur.
Der Grund für die Garagenräumaktion (außer natürlich der Sehnsucht nach Sonnenschein und einem Bad im eigenen Saft) war nämlich, dass Johi neues Material herbeordert hatte, das es sich natürlich irgendwo gemütlich machen wollte. Unter anderem handelte es sich um ein Rudel Zirbenkanthölzer. Denen gefiel es unglaublicherweise gar nicht gut in der Garage, und so stand ein neuer Umzug an: diesmal direkt an ihren finalen Bestimmungsort: an unsere Schlafzimmerwand. Johi und Franz opferten einige Stunden ihrer Zeit, die Kanthölzer zu spalten und in gleich große, nämlich dreißig Zentimeter lange, Stücke zu sägen. Diese Balkenstücke wurden dann von mir in mühevollster Kleinstarbeit und mit viel Liebe so arrangiert, dass sich ein schönes Bild ergab - welches von Johi ohne weitere Einwände an die Wand gepickt wurde. Trotz unseres leichten Deliriums (welches von völlig ungiftigem Klebdampf herrührte), fanden und finden wir das Ergebnis sehenswert. Mittlerweile wird man auch nicht mehr high, wenn man unser Schlafzimmer betritt, sondern der bakterienhemmende, wohltuende, kreislaufentlastende, beruhigende... ahem... nun ja, der Zirbenduft halt, schwebt ungehindert durch die Baustellenluft. Wollen wir hoffen, dass wir nicht zuletzt deshalb die restliche Bauzeit unbeschadet überstehen!







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